3 Science-Fiction-Klassiker neben "Dune", die man lesen sollte
Kultur & Gesellschaft

„Dune“ & 3 weitere verfilmte Science-Fiction-Bücher, die jede:r lesen sollte

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“Dune – Der Wüstenplanet” von Frank Herbert erschien 1965 und ist eins DER Science-Fiction-Werke, die das Genre prägten. Die Versuche, den „unverfilmbaren“ Epos auf die Leinwand zu bringen sind legendär. Doch dieses Jahr soll es endlich so weit sein: Am 16. September 2021 startete in Deutschland die “Dune”-Verfilmung, die sich der Story als würdig erweisen soll.

Ob der Film mit Timothée Chalamet in der Rolle des Protagonisten Paul Atreides überzeugen kann, weiß ich selbst noch nicht. Aber der Film von Regisseur Denis Villeneuve („Arrival“, „Blade Runner 2049“) steht auf jeden Fall ganz oben auf meiner Watchlist. Im Vorfeld zum heiß ersehnten Kinostart habe ich den ersten Teil des „Dune“-Epos gelesen und ich muss sagen: Ich liebe es. Man mag sich kaum vorstellen wie revolutionär das Buch 1965 war, wenn es bis heute so gut gealtert ist, dass man das Erscheinungsjahr auch auf 2021 schätzen könnte. Wer eine spannende Geschichte zum Eintauchen in eine fremde Welt sucht, ist bei “Dune” genau richtig. Doch es gibt noch weitere Science-Fiction-Klassiker, die Jahrzehnte VOR Dune erschienen, bereits verfilmt wurden – und es dennoch immer wieder Wert sind, gelesen zu werden.

"Dune" im eBook-Format
Mein Tipp: Dicke Science-Fiction- und Fantasy-Bücher wie „Dune“ als eBook lesen. So kann man auch die größten Wäzer immer dabei haben. © Viktoria Vokrri

„Dune – der Wüstenplanet“ von Frank Herbert in der neu übersetzten Neuauflage vom 9. August 2021, Taschenbuchausgabe um 13 Euro oder als eBook (epub-Format) um 10 Euro über penguinrandomhouse.de.

„Dune“-Trailer: Seit dem 16. September läuft der Film in deutschen Kinos

Zum Kinostart von „Dune“: Drei weitere verfilmte Science-Fiction-Bücher, die Generationen prägten

Was „Dune“ so besonders machte war, dass sowohl das Buch als auch die ersten Versuche, es zu verfilmen, Generationen von Autoren und Filmemachern inspirierten. Doch es gibt noch andere Science-Fiction-Bücher, die ich jedem empfehlen kann. Und das selbst wenn man kein Fan des Genres ist – denn ganz ehrlich: Das bin und war ich selbst nie wirklich. Dennoch sind diese drei Bücher meine absoluten Lese-Tipps, selbst wenn man Verfilmungen oder darauf basierende Theaterstücke bereits gesehen haben sollte.

„1984“ von George Orwell (1949) – zuletzt verfilmt (wer hätte es gedacht?) im Jahr 1984

1949 erschien das dystopische Buch von George Orwell über eine fiktive Zukunft, in der England von einem totalitären Überwachungsstaat regiert wird. Hetze, Propaganda und Gehirnwäsche stehen an der Tagesordnung für den Hauptcharakter Winston Smith. Er ist selbst Mitglied der regierenden Sozialistischen Partei Englands, doch in ihm keimt der Widerstand im Kleinen auf. Ein eigener Gedanken hier, ein widerstrebendes Gefühl da – und eine Geliebte, die ihn immer mehr vom Glauben an die Richtlinien des „Großen Bruders“ entfernt. Mehrfach wurde das Buch verfilmt und unzählige Male für die Bühne adaptiert. Aber ich kann jedem nur empfehlen, das Original selbst einmal zu lesen. Alleine schon um zu verstehen, woher die Sendung „Big Brother“ eigentlich ihren Namen hat.

„1984“ von George Orwell in der neu übersetzten Neuauflage vom 24. Februar 2021, Taschenbuchausgabe um 12 Euro über fischerverlage.de.

„Schöne Neue Welt“ von Aldous Huxley (1932) – zuletzt 2020 als Serie verfilmt von NBCUniversal

Hörspiele, Bühnenfassungen, Fernsehfilme und zuletzt eine Serie aus dem Jahr 2020 von NBCUniversal: „Schöne Neue Welt“ von Aldous Huxley wird oftmals als Pendant zu Orwells Roman verstanden und gilt als eins der einflussreichsten Bücher der 20. Jahrhunderts. Erstmals erschien der Roman 1932 – also 17 Jahre vor „1984“ und ist ebenfalls eine Dystopie. Das Buch beschreibt eine Gesellschaft in einer fiktiven Zukunft im Jahr 2540 nach Christus. Und es ist eigentlich unfassbar, wie zeitlos „Schöne Neue Welt“ und seine moralischen Fragen sind.

Unter dem Motto „Gemeinschaftlichkeit, Einheitlichkeit, Beständigkeit“ leben die Menschen darin in einer Gesellschaft, in der Kinder längst nicht mehr natürlich geboren werden. Im Reagenzglas herangezüchtet werden Embryonen, Föten und spätere Kleinkinder für ihre jeweilige Kaste erzeugt, manipuliert und einer Gehirnwäsche unterzogen. Hunger, Krankheit und emotionales Leid gibt es in der „Schönen Neuen Welt“ nicht. Doch wie ein außenstehender, „normaler“ Mensch darin zurecht kommt – und ob das wirklich alles ist, was wir brauchen um glücklich zu sein? Alleine wegen dieser Fragestellung kann ich „Schöne Neue Welt“ jedem empfehlen.

„Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley in der neu Neuauflage von 2020, gebundene Ausgabe um 38 Euro über vincent&voltaire.de.

„Die Triffids“ von John Wyndham (1951) – nicht so trashig, wie „Pflanzen des Schreckens“ klingt

Zum Schluss noch ein Science-Fiction-Klassiker, der zwar etwas trashig wirkt, aber wirklich unterhaltsam ist. Hätte ich nur die Verfilmungen oder Serienadaptionen des Buches gesehen, hätte ich „Die Triffids“ nie gelesen. Der Gedanke an fleischfressende Pflanzen, die Amok laufen, reizt mich wirklich gar nicht. Mein Vorteil: Meine Eltern haben mir das Buch zu Weihnachten quasi kommentarlos als Empfehlung untergejubelt – und das war es wert! „Die Triffids“ ist spannend, kurzweilig und unterhaltsam. Es geht zwar tatsächlich AUCH um eine Pflanzenart (die Triffids), die etwas blutrünstig wird – aber eigentlich sind sie eher die unglückliche Konsequenz für eine leichtsinnige Menschheit.

Der Roman ist meiner Meinung nach nicht wegen seiner martialischen Monokultur an Triffids ein Klassiker geworden. Es geht vielmehr um die Frage: Wie verhalten sich Menschen in einer Post-Apokalypse, nachdem 95% von ihnen infolge eines „Asteroidenschauers“ erblinden? Die Monster-Pflanzen sind nur das vermeintliche große Übel, welches das Drama auf die Spitze treiben soll. Und damit ich hier niemanden abschrecke, gibt es an der Stelle auch keinen Trailer. Ignoriert die Adaptionen, lest einfach das Buch!

„Die Triffids“ von John Wyndham in der Neuauflage von 2012 als eBook (epub-Format), um 8 Euro über penguinrandomhouse.de zu kaufen oder als Taschenbuch über amazon.de um 10 Euro.

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Direkt aus dem Kunstgeschichtsstudium startete Viktoria Vokrri in die bunte Medienwelt und schrieb sich einige Jahre durch Agenturen und Newsredaktionen bis sie zu ihrem aktuellen Job SEO Managerin für Condé Nast abbog - wo sie umgeben von Zahlen die Leidenschaft für das Wort wiederfand - aber allen voran für Bücher.